Musiktherapie

Mit Musik einen Zugang zur eigenen Gefühlswelt schaffen

In der Oberlinschule haben viele Schülerinnen und Schüler Erkrankungen und Beeinträchtigungen, die nicht nur körperlich, sondern auch emotional belasten. Diese seelischen Beeinträchtigungen gehen häufig mit Schwierigkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen oder im sozialen Miteinander einher. Unser Angebot der Musiktherapie soll diese Kinder und Jugendlichen in ihrer seelischen und sozialen Entwicklung unterstützen und begleiten.

Im geschützten Rahmen der Therapie werden eigene Themen musikalisch, spielerisch oder auch im Gespräch bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler müssen nicht besonders musikalisch sein und auch keine schöne Musik produzieren. Das eigene Gestalten und das Miteinander stehen im Vordergrund. Ein Raum mit vielen leicht zu spielenden Instrumenten lädt zum Entdecken und gemeinsamen Musizieren ein: freies Improvisieren, aber auch Lieder und groovige Rhythmen sind willkommen. Es dürfen auch andere Medien gewählt werden, z. B. Rollenspiel, Tanz oder Malen. Die Musiktherapeutin folgt den Impulsen der Kinder und Jugendlichen. Das, was sie bewegt, greift die Therapeutin auf und bringt auf dieser Grundlage eigene Spielideen ein. Auf diese Weise wird mit Hilfe der Musik ein Zugang zur eigenen Gefühlswelt geschaffen und miteinander in Beziehung getreten.

Die Musiktherapie erfolgt nach gemeinsamer Indikationsstellung mit der Kinderärztin der Sozialpädiatrischen Abteilung (SPA) der Oberlinschule und nach Absprache mit den Eltern/ Sorgeberechtigten. Elterngespräche unterstützen die musiktherapeutische Arbeit und sind wichtiger Bestandteil der Therapie. Zudem arbeitet unsere Musiktherapeutin eng mit unseren pädagogischen Fachkräften, anderen Therapeutinnen und Therapeuten, der Schulpsychologin und den Krankenschwestern zusammen. 

  • Ziele der Musiktherapie

    Ziele der Musiktherapie an der Oberlinschule sind u.a.:

    • Aktivierung und Belebung des Gefühlsausdrucks
    • Förderung der Kommunikation und der Beziehungsgestaltung
    • Stärkung des Selbstwertgefühls
    • Aufarbeitung belastender Erfahrungen
    • Erfahrung von Selbstwirksamkeit
    • Steigerung der Lebensqualität
    • Entdecken von Momenten der Ruhe und des Sich-Einlassens
  • Konzepte der Musiktherapie

    Folgende Konzepte fließen u. a. in die musiktherapeutische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ein: 

    • tiefenpsychologisch fundierte Musiktherapie
    • aktive und rezeptive musiktherapeutische Methoden 
    • Gestalttherapie (humanistische Psychotherapie)
    • Gesprächspychotherapie nach Rogers
    • Systemische Therapie

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. med. Ulrike Marzik

Leiterin Sozialpädiatrische Abteilung