Förderschwerpunkte

Schülerinnen und Schüler gezielt unterstützen

Unsere Kinder und Jugendlichen haben unterschiedliche Förderbedarfe und benötigen individuelle sonderpädagogische Angebote. Wir berücksichtigen die diagnostischen Befunde und den aktuellen Entwicklungsstand jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers. Auf dieser Grundlage wird ein individueller Förderplan erstellt.

Die am Lernprozess orientierte Beobachtung und Analyse sichert, dass die Förderung fortlaufend dem jeweiligen Entwicklungsstand angepasst wird. Der Förderplan wird in Verantwortung der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers gemeinsam mit allen Mitarbeitenden des Teams erstellt. Die Eltern erhalten die Möglichkeit, sich in individuellen Gesprächen über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren und aktiv bei der Zielsetzung der neuen Förderziele mitzuarbeiten.

Die unterschiedlichen Beeinträchtigungen erfordern gezielte Unterstützung in den Bereichen:

  • Körperliche/ motorische Entwicklung

    Sich motiviert bewegen lernen

    Für unsere Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen in der körperlichen und motorischen Entwicklung ist es nicht immer leicht, die alltäglichen Aufgaben und den Unterricht zu bewältigen. Solche Beeinträchtigungen bedeuten Einschränkungen der Mobilität und Belastbarkeit. Den Schülerinnen und Schülern fällt es schwer, sich fortzubewegen, weil die Bewegungsplanung und die Koordination der Bewegungen eingeschränkt sind. Zudem wirken sich körperliche und motorische Entwicklungsstörungen auf die kognitiven Fähigkeiten, das Lernvermögen und die Wahrnehmungsprozesse aus.

    Unser sonderpädagogisches und therapeutisches Konzept betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit, daher konzentrieren wir uns nicht nur auf die Bewegungsabläufe, sondern auch auf die Begleiterscheinungen und damit sowohl auf die körperliche als auch auf die emotionale Entwicklung.

    Zu den Förderschwerpunkten gehören:

    • die Schulung des Körperbildes und des Körperbewusstseins
    • die Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit
    • das Erkennen eigener Handlungsmöglichkeiten
    • Konzentrationsübungen
    • Motivationstraining
    • der Aufbau des Selbstwertgefühls
    • die Vermittlung einer realistischen Selbsteinschätzung
  • Taubblindheit/ Hörsehbehinderung

    Wir verständigen uns auf andere Weise

    Taubblindheit ist eine Behinderung, die sich nicht aus der Addition von Gehörlosigkeit und Blindheit ergibt. Taubblindheit und Hörsehbehinderung haben zur Folge, dass ein sehr spezifischer Förderbedarf in Hinblick auf Bildung und Erziehung, Kommunikation, soziales Leben, Selbstversorgung sowie Orientierung und Mobilität besteht. Da die fehlenden oder eingeschränkten visuellen oder akustischen Wahrnehmungen oft nicht durch eine andere Wahrnehmung ausgeglichen werden können, sind Kinder und Jugendliche mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung nicht automatisch in der Lage, Hilfen und Methoden für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung in Anspruch zu nehmen. Sie bedürfen einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmten sonderpädagogischen Förderung.

    Schwerpunkte unserer Arbeit sind die intensive Förderung der auditiven und visuellen Wahrnehmung, der Aufbau geeigneter Kommunikationssysteme, die Entwicklung des Sozialverhaltens, die Vermittlung von Umwelterfahrungen und die Schulung lebenspraktischer Fertigkeiten. Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu höchstmöglicher Selbstständigkeit zu befähigen.

  • Autismus

    Autismus gehört zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und wird beschrieben durch qualitative Beeinträchtigungen in der wechselseitigen sozialen Interaktion und Kommunikation sowie durch ein eingeschränktes, stereotypes und sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten.

    In den Schulen im Oberlinhaus lernen Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „autistisches Verhalten“ in allen Schulbereichen und mit allen Bildungsgängen. Sie sind in die einzelnen Klassen integriert und lernen gemeinsam mit anderen.

    Einige Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten haben keine funktionale Sprache entwickelt. Bei anderen fallen Sprachbesonderheiten auf.
    Viele von ihnen haben Besonderheiten in der Wahrnehmungsverarbeitung, können Reize wenig filtern und sind daher beispielsweise sehr geräuschempfindlich.
    Diese und weitere individuell ausgeprägte Besonderheiten müssen im Schulalltag durch sonderpädagogische Maßnahmen Berücksichtigung finden. Hierzu gehören eine strukturierte und visualisierte Lernumgebung sowie die entsprechende Aufbereitung der Unterrichtsinhalte für das Lernen, da sie Bedeutung vermitteln und Situationen durchschaubar machen. Diese verbesserte Orientierungsfähigkeit schafft Sicherheit und erleichtert das Handeln und Lernen.

    Schwerpunkte der ganzheitlichen Entwicklungsförderung sind zudem die Förderung der:

    • Kommunikation
    • Wahrnehmungsfähigkeit
    • Orientierung und Mobilität
    • lebenspraktischen Fertigkeiten
    • Kognition
    • Sozialerfahrung
    • Gefühlswelt
    • Bewegung
    • Körpererfahrung

    >> Erfahren Sie, wie Ihr Kind zu uns kommen kann und mehr zur Aufnahme.

    Ihre Ansprechpartnerin

    Antje Mohr

    Assistentin der Geschäftsführung