Beratungsangebote

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern/ Sorgeberechtigten Beratung in den Bereichen:

  • Sozialdienst

    Unseren Schülerinnen und Schülern bzw. Eltern/ Sorgeberechtigten steht in allen sozialen Belangen eine Sozialarbeiterin als Ansprechpartnerin zur Verfügung – während der gesamten Schulzeit. Schwerpunkte der Unterstützung sind Information, Beratung und Begleitung bei der Beantragung von Leistungen in Bezug auf die Behinderung der jeweiligen Schülerin oder des jeweiligen Schülers, z. B. Pflegebedarfe, Schwerbehindertenausweise oder spezielle Eingliederungshilfeleistungen.

    Zudem bietet die Sozialarbeiterin Gespräche in sozial belastenden Lebenssituationen an – sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch Eltern/ Sorgeberechtigten. Auch bei der Geltendmachung von z. B. Lebensunterhalt sichernden Leistungen oder Hilfen zur Erziehung steht sie bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite.

    Grundsätzlich handelt es sich um ein vertrauliches Angebot. Im Auftrag der Eltern/ Sorgeberechtigten arbeitet die Sozialarbeiterin bei der Organisation von adäquaten Hilfeleistungen hausintern mit unseren Sonderpädagogen und Therapeuten sowie außerhalb mit den verschiedensten Dienstleistern und Kostenträgern zusammen.

  • Psychologie

    Für viele unserer Schülerinnen und Schüler verbinden sich mit ihrer Behinderung in weiten Bereichen ihres Lebens Einschränkungen. Aufgrund dieser besonderen Situation kann es zu psychischen Belastungen und Problemen kommen, die oft aus eigener Kraft nicht zu bewältigen sind und psychologische Unterstützung erfordern. Daher ist es unser Anliegen, zeitnah für unsere Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern/ Sorgeberechtigten psychologische Beratung und Hilfen bereitzuhalten. 

    Die psychologische Beratung kann durch kurzfristige Einzelgespräche, z. B. zur Unterstützung in Krisensituationen, aber auch langfrisitg erfolgen. Sie ist freiwillig und vertraulich! Im Falle komplexer therapeutischer Hilfen besteht das Angebot zur Vermittlung ambulanter Therapien und zur interdisziplinären Zusammenarbeit und Unterstützung mit externen Stellen.

    Im schulischen Rahmen gilt es, frühzeitig Lern-, Leistungs- und Verhaltensprobleme sowie psychische Belastungen und Konflikte unserer Schülerinnen und Schüler zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Gemeinsam mit der jeweiligen Klassenlehrerin oder dem jeweiligen Klassenlehrer sowie den Klassenteams werden Probleme reflektiert und im Rahmen der Förderplanung Wege für Hilfen gesucht und umgesetzt. Darüber hinaus besteht in Abstimmung mit der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit u. a. mit unserer Kinderärztin, der Sozialarbeiterin sowie unseren Therapeutinnen und Therapeuten. Bei Schülerinnen und Schülern mit Autismus erfolgt eine enge Kooperation mit unserer Autismus-Beraterin. 

  • Beratung Autismus

    In der Oberlinschule lernen Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „autistisches Verhalten“ in allen Schulbereichen und mit allen Bildungsgängen. Sie sind in die einzelnen Klassen integriert und lernen gemeinsam mit anderen. 

    Die individuellen Besonderheiten der Kinder und Jugendlichen in der Sprache und/ oder Wahrnehmungsverarbeitung müssen im Schulalltag Berücksichtigung finden. Hierzu gehören eine strukturierte und visualisierte Lernumgebung sowie die entsprechende Aufbereitung der Unterrichtsinhalte für das Lernen, da sie Bedeutung vermitteln und Situationen durchschaubar machen. Diese verbesserte Orientierungsfähigkeit schafft Sicherheit und erleichtert das Handeln und Lernen unserer Schülerinnen und Schüler.

    Die Beratungslehrerin für den Förderschwerpunkt „autistisches Verhalten“ unterstützt und berät die Klassenteams und fördert Schülerinnen und Schüler mit diesem Förderschwerpunkt einzeln oder in Gruppen. Ziel aller Förderungen ist der Transfer des Erlernten in den schulischen Alltag und insbesondere in den Klassenkontext. Inhaltlich variiert das Angebot entsprechend der Bedürfnisse und Kompetenzen unserer Kinder und Jugendlichen.

    Mehr Informationen zu Angeboten für Menschen mit Autismus auf Oberlin Lebenswelten

  • Beratung Unterstützte Kommunikation

    „Unterstützte Kommunikation“ dient der Kommunikationsförderung bei unseren Schülerinnen und Schülern, die kaum oder gar nicht sprechen können. Hierzu werden Beratung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen sowie ihres Umfeldes (Familie, Lehrkräfte, Therapeuten usw.) angeboten. Ziel der „Unterstützten Kommunikation“ ist es, alternative und ergänzende Wege der Kommunikation zu erlernen und damit größtmögliche Selbstbestimmung und soziale Teilhabe zu gewährleisten.

    Angebote der „Unterstützten Kommunikation“ sind:

    • Diagnostik kommunikativer Fähigkeiten
    • Diagnostik motorischer Fähigkeiten zur Ansteuerung von Kommunikationshilfen
    • Beratung, Erprobung und Anleitung zu:
      • elektronischen Kommunikationshilfen
      • nichtelektronischen Kommunikationshilfen, z, B. Papiersymbole, Ich-Buch
      • Gebärden
      • Möglichkeiten basaler Kommunikation
      • Ansteuerungshilfen, z. B. gestützte Kommunikation
    • Kooperation mit Hilfsmittelfirmen für elektronische Kommunikationshilfen
    • Unterstützung der Eltern/ Sorgeberechtigten bei der Versorgung mit elektronischen Kommunikationshilfen bei den Kostenträgern
    • Beratung und Anleitung zu didaktischen Vorgehensweisen

    Die Beratung zur „Unterstützten Kommunikation“ (UK) wird hauptsächlich durch unsere schulinterne Sprachtherapeutin und UK- Coach© Ulrike von Estorff durchgeführt. Bei Bedarf werden andere Professionen wie die Physio- und Ergotherapie hinzugezogen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den sonderpädagogischen Fachkräften, um die bestmögliche Nutzung der Kommunikationshilfen im Schulalltag zu erreichen.

  • Pädagogische Audiologie

    Das Hören spielt in der Kommunikation und Förderung eine wichtige Rolle. Die Pädagogische Audiologie ist daher eine der zentralen Säulen einer zeitgemäßen Hörgeschädigtenpädagogik. Für die meisten pädaudiologischen Verfahren ist die Mitwirkung der Betroffenen notwendig. Menschen mit zusätzlichen Behinderungen, besonders mit einer Taubblindheit/ Hörsehbehinderung oder den Förderbedarfen "Geistige Entwicklung" und Autismus benötigen dafür eine besondere Methodik. Die pädaudiologische Beratung in der Oberlinschule hat für diesen Personenkreis ein spezifisches Förder-, Beratungs- und Diagnostikangebot entwickelt.

    Aufgaben der Beratung: 

    • jährliche Überprüfung all unserer Schülerinnen und Schüler des Schulbereiches für Taubblinde und Hörsehbehinderte sowie unserer Schülerinnen und Schüler, bei denen ein Verdacht einer Hörschädigung besteht
    • Sinnesspezifische Förderung
    • Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung
    • Sensibilisierung des Umfeldes für die bestehende Hörschädigung und Erörterung der Auswirkungen auf Schule und Alltag
    • Informationen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes in der Schule
    • Hilfsmittelberatung und Anpassung der Hörsysteme
    • Beratung für unsere Schülerinnen und Schüler, deren Eltern/ Sorgeberechtigten sowie für unsere Mitarbeitenden

    Verfahren:

    • Konditionierungsübungen als Vorbereitung auf die eigentlichen Messverfahren
    • Tonaudiometrie
    • Sprachaudiometrie
  • Beratung Sehen

    Unsere Schülerinnen und Schüler mit Sehbehinderungen erhalten eine Beratung zur Förderung ihrer visuellen Wahrnehmung. Die fachspezifische Begleitung sensibilisiert und unterstützt das Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Aufgaben der Beratung sind: 

    • Überprüfung der Sehleistungen (orthoptischer Befund)
    • Einschätzung des funktionalen Sehvermögens
    • Erörterung der Auswirkungen eines Sehproblems in Schule und Alltag
    • Informationen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes in der Schule
    • Empfehlungen für den Unterricht
    • Beratung für Schülerinnen und Schüler der Oberlinschule und deren Eltern sowie für Mitarbeitende der Oberlinschule


    Erprobung und Anpassung von optischen und elektronischen Hilfsmitteln:

    • Lupen, Lupenbrillen
    • Monokulare
    • Leuchten
    • Bildschirmlesegeräte
    • Vergrößerungssoftware
    • Sprachausgabe
    • Mobile Systeme mit Kamera oder Braillezeile

Ihre Ansprechpartner

Mirjam Döscher

Sozialdienst

Andrea Ahlgrimm

Psychologie

Romy Tischer

Beratung Autismus

Ulrike von Estorff

Beratung Unterstützte Kommunikation

Anke Hennig-Schumann

Pädagogische Audiologie

Sylvia Lemke

Beratung Sehen

Miriam Schiddel

Beratung Sehen